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“Nach dem sie den (neuen und alten) Padischah (Mustafa I.) ins Serail gebracht hatten, kamen (der Großwesir) Davud Pascha und der Janitscharenaga Dervis Aga zur Orta Camii. Sie luden Sultan Osman Han auf einen Lastkarren ... und fuhrten ihn unter Teilnahme einer großen Menschenmenge nach Yedikule ... Nachdem sich die Soldaten zerstreut hatten, blieben Davud Pascha und der Kethüda Ömer Aga und der Cebecibasi und Teile des Pöbels im Turm (des Schlosses). Man sperrte des Tor zu. Als sie sich daran machten, Osman zu ermorden, verteidigte sich dieser heldenhaft und ermüdete (seine Gegner).” Kreiser, Klaus: Istanbul. Ein historisch-literarischer Stadtführer. München 2001 S.73 |
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“In einer Zeit, zu der Bogenschießen ein Volksspot war und Bogenschützen ebenso gefeierte Helden waren und eine ebenso begeisterte Anhängerschaft hatten wie im alten Griechenland die Athleten oder heutzutage die Fußballspieler, konnte Murad sich mit jedem von ihnen messen. Er traf mit dem Pfeil eine 150 Fuß entfernte Säule im Hippodrom und war auch geübt im Speerwerfen. Mit dem Schwert konnte er ebenso gut umgehen wie mit der Muskete. Im Ringen war er unschlagbar, und stets war er dazu bereit, sich dem Tagessieger im Ringen in einem offenen Kampf zu stellen.” Barber, Noel: Die Sultane. Frankfurt 1975 S.92 |
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“Ibrahim war vierundzwanzig Jahre alt, im Alter von zwei Jahren war er in den “Käfig” gebracht und eingesperrt worden.... Nach dem er den Thron bestiegen hatte, zeigte es sich , daß Ibrahim der verabscheuungswürdigste und verdorbenste aller ottomanischen Sultane war.” Barber, Noel: Die Sultane. Frankfurt 1975 S.101 ff. |
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“Food was the centerprice of a bequest to the Guild of the Goldsmiths by Sultan Süleyman II, who saw fit to honor their shared interest in goldworking (the Sultan having learned the craft in his youth) by funding a trust which stipulated that the members of the guild be served a great banquet every 1oyears in his memory. One such feast lasted 10 days and nights, for which close to 6000 tents were set up in the meadows around the Golden Horn.” Kafadar, Cemal/Inalcik Halil: Süleyman the Scond and his Time. Istanbul 1993 S. 34 |
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“ Im allgemeinen nicht viel befähigter als sein Bruder, war Ahmed II schlimmste Schwäche die Neigung, Verleumdern und Ränkeschmieden sein Ohr zu leihen und ihnen den besten Mann in seinem Reiche zu opfern. So erwartete den Wesir (Mustafa Böjüklü Pascha), statt der gebührenden Belohnung, seine Absetzung, und er war nicht einflußsreich und klug genug, sie rückgängig zu machen.” Jorga Nicolae: Geschichte des Osmanischen Reiches. Bd. IV Neudr. Frankfurt 1990 S. 257 ff. |
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“1703 hatte eine Militärrevolte wegen ausbleibender Soldzahlungen zur Abdankung Mustafa II geführt. Mustafa war ein fähiger Herrscher, gleichzeitig der erste Sultan seit einem Jahrhundert, der bei Thronantritt weder Kind noch schwachsinnig noch vom Leben in der Isolation der Prinzenkäfige gebrochen war.” Kreiser, Klaus: Der Osmanische Staat 13-1922 München 2001 S. 31 |
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“Wenn ich in meine Appartments hinaufgehe, paradieren vierzig Pagen der Inneren Gemächer. Wenn ich meine Hosen anziehe, empfinde ich das als wenig angenehm. Der Waffenmeister (silihda) sei deshalb angewiesen, sie (aus diesen Diensten) zu entlassen und nur noch drei oder vier zu behalten, damit ich in meinem Appartement ungestört bin” (Biographie Ahmed II) Kreiser, Klaus: Istanbul. Ein historisch-literarischer Stadtführer. München 2001 S.73 |
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“Was den unsichtbaren, oft kränklichen Sultan Mahmud anbelangt, so blieb er in den inneren Zimmern des Serails und beschäftigte sich mit der Lektüre der Bücher, die in der Buchdruckerei zu Konstantinopel erschienen,... ferner mit Fernrohren,....den mit aus Frankreich ... gebrachten Orgeln, mit der Musterung der von Bonneval europäisch geschulten Soldaten, mit den glänzenden Beleuchtungsanlagen in der Stadt und dem Meere, mit Besuch der Gärten des Serails und mit dem Vorkosten der ihm vom Wesir ... dargebotenen Leckerbissen.” Jorga Nicolae: Geschichte des Osmanischen Reiches. Bd. IV Neudr. Frankfurt 1990 S. 456 |
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“Er war ein großer, dunkler und grüblerischer Mann und vierundfünfzig Jahre alt, als er den Thron bestieg. Seine Hauptleidenschaft war das Essen. ... Jeden Abend nach Eintritt der Dunkelheit vertauschte er seine Prunkgewänder gegen eine bescheidenere Bekleidung und machte sich auf, um einen Streifzug durch die Speisehäuser der Stadt zu machen. ... In den drei Jahren seiner Regierung entließ er alle Musikanten, die er geerbt hatte - er verabscheute Musik -, und er brachte den Harem zur Verzweiflung, weil er wenig Verwendung für Frauen hatte.” Barber, Noel: Die Sultane. Frankfurt 1975 S.129 |
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